Reiseziele und Touren
Der fränkische Rotweinwanderweg

Ein Spaziergang durch orange-rot leuchtende Weinreben
Vom 79 Kilometer langen fränkischen Rotweinwanderweg gehen wir die vierte Etappe: eine kurze, aber sehr schöne Wanderung, die an vielen Stellen zum Verweilen einlädt. Unsere Route beginnt am Bahnhof in Erlenbach am Main, das wir mit dem Zug gut erreichen: Von Aschaffenburg aus sind wir etwa 30 Minuten unterwegs, von Darmstadt, Würzburg oder Frankfurt (Main) dauert die Anreise ca. eineinhalb Stunden.

Infos und Tipps
Art: Einfacher Weg, Rückfahrt mit Zug möglich
Startpunkt: Bahnhof, 63906 Erlenbach am Main
Dauer: 1:15 Stunden
Strecke: 4 km
Höhenmeter: 250 Höhenmeter
Ideale Jahreszeit: September und Oktober
Schwierigkeit: Leicht
Für Hunde: Für alle Hunde geeignet, leichte und gut zu bewältigende Tour mit nur einem Aufstieg zu Beginn
Kontakt: info@churfranken.de
Da der Weg idealerweise im Spätsommer und Herbst gegangen wird, benötigen wir selbst an einem sonnigen Tag nur mäßige Wasserreserven, die Wegstrecke wäre wahrscheinlich auch gänzlich ohne Wasser und Verpflegung gut machbar. Zudem säumen zahleiche Häckerwirtschaften den Wegesrand – in mindestens einem dieser von ortsansässigen Winzern betriebenen, kleinen Gasthäuser sollten wir einkehren.
Mit leichtem Gepäck starten wir vom südlichen Ende des Bahnhofsplatzes und biegen links in die Bahnstraße ein, die nach etwa 400 Metern zur Mechenharder Straße wird und folgen nun bereits dem Fränkischen Rotweinwanderweg. Noch einmal folgen wir etwa 300 Meter der Straße, kreuzen die große Miltenberger Straße und dann endlich können wir das bebaute Gebiet hinter uns lassen und in die Natur eintauchen. Zu unserer Rechten sehen wir das Bergschwimmbad und schon wenige Meter später biegt der Weg rechts ein und wird von einer Fahrstraße zu einem echten Wanderweg.

Training für Bus und Bahn
Mit dem Hund im Nahverkehr auf Straße und Schiene
Vom Pavillon Erlenbach aus haben wir die erste Möglichkeit, über die Baumkronen hinweg Erlenbach, das gegenüber liegende Wörth und die Werft Erlenbach zu erblicken. Doch bevor wir uns zu lange sattsehen, gehen wir weiter; Über Treppenstufen geht es gleich nach dem Pavillon nämlich weiter bergauf und am Hohbergskreuz ist die Aussicht gleich noch einmal ein Stück besser.
Von hier aus verläuft der Weg nun entlang der Buntsandsteinhänge durch die Weinberge, deren Blätter rot-orange in der Herbstsonne leuchten. Zunächst nur rechts, später beidseitig des Weges sehen wir akkurat angelegte Weinreben, Eidechsen fangen auf den Steinen am Wegesrand die letzten Sonnenstrahlen des Sommers ein und unser Hund hat viel zu schnuppern und entdecken. Auf dem knapp zwei Kilometer langen Weg durch die Weinberge haben wir zahlreiche Möglichkeiten zur Weinverkostung heimischer Reben und können uns durch verschiedene Weine probieren.
Über die Buntsandsteinterassen des Schlossberges steuern wir gerade aus auf die mittelalterliche Clingenburg zu, biegen aber vor der Burg rechts ab und steigen in den Stadtkern mit malerischer Altstadt und schönen Fachwerkhäusern ab. Zurück nach Erlenbach bringt uns der regelmäßig verkehrende Zug innerhalb von Minuten.

Einkehrmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten zum Abschluss
Zum Ende der Wanderung gibt es aber auch noch mehrere Möglichkeiten für kleine Abstecher: Wenn nach der kurzen Wanderung Hund und Mensch noch lauffreudig sind, belohnt der kurze Aufstieg zur Ruine der Clingenburg mit einer herrlichen Aussicht über die Weinreben direkt unterhalb, die Stadt Klingenberg und den Main. Und für alle, die noch mehr über den Wein und die landwirtschaftliche Nutzung der Region erfahren möchten, lohnt sich der Besuch im Weinbau- und Heimatmuseum.
Die vierte Etappe des fränkischen Rotweinwanderwegs ist zwar kurz, lädt aber durch die zahlreichen Einkehrmöglichkeiten entlang des Weges dazu ein, die reine Gehzeit von 75 Minuten auf deutlich mehr Zeit auszudehnen. Für Freunde der Architektur und Stadtgeschichte lohnt sich auch noch ein Besuch in der wunderschönen Altstadt von Miltenberg, einige Kilometer flussaufwärts.
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