Netzfunde
Hunde in (Extrem-)Sportarten

Nicht jeder Hund ist für jeden Sport geeignet
Wer sich nun aber seinen treuen Begleiter schnappen und mit ihm ebenfalls den Mount Everest besteigen oder mit dem Hund auf dem Wasser und in der Luft unterwegs sein möchte, dem sei gesagt: Nur die wenigsten Hunde sind für die hier vorgestellten Sportarten gemacht und finden daran auch Spaß. Auch wenn uns unser Hund treu auf Schritt und Tritt folgt, bedeutet das nicht, dass er unsere halsbrecherischen Aktionen ebenfalls genießt.
Was wir in unserem Artikel zu Hunden auf Motorradfahrten schon angesprochen hatten, wird hier noch deutlicher: Nicht jeder Mensch steigt gerne auf ein Motorrad – oder diesem Fall auf ein Surfbrett oder in luftiger Höhe mit Fallschirm aus einem Flugzeug aus. Genau wie Menschen auch, haben unsere Hunde einen eigenen Charakter, der sich weder auf Rasse, Größe, Alter oder Geschlecht festlegen lässt. Zeigt der Hund Interesse für unsere (Extrem-)Sportart, können wir ihn mit viel Training und beginnend bei kleinen Etappen daran teilhaben lassen. Sobald wir aber merken, dass Anzeichen von Angst auftreten, brechen wir ab und üben die Sportart in Zukunft alleine aus.

Infos und Tipps
Langsam angehen: Nicht jeder Hund ist für ejde Sportart geeignet. Manche Hunde sind einfach "Angsthasen" – nur weil wir in einem Video gesehen haben, wie ein einzelner Hund aus Millionen eine Extremsportart ausübt, muss unser Hund das nicht auch wollen.
Ungefährliche Sportarten, die zusammen ausgeübt werden können, sind für die allermeisten Hunde die bessere Wahl. Eine Steigerung, beispielsweise vom Kajak fahren zum Stand-Up Paddeln bis hin zum eigenenständigen Hunde-Surfen ist immer möglich.
Nicht unterschätzen: Als Mensch neigen wir manchmal dazu, Gefahren zu unterschätzen bzw. genau abschätzen zu können, da wir wissen, was uns erwartet. Unser Hund weiß das nicht – wir sollten seine Sicherheit oder Furcht nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Auf Zeichen achten: Gibt unser Hund uns zu verstehen, dass er sich in dem Sport nicht wohlfühlt, brechen wir das Training ab und suchen eine harmlosere und weniger einschüchternde Beschäftigung.
Den Hund keiner unnötigen Gefahr aussetzen
Doch zurück zu harmloseren und ungefährlicheren, aber dennoch außergewöhnlichen "Extrem-"Sportarten für Hunde: Beim Hunde-Surfen wird der Hund darauf trainiert, auf Surfboards, Windsurfbrettern, Bodyboards oder anderen Unterarten des Surfbretts die Wellen zu reiten. Eine neumodische Erscheinung ist das auch nicht: Bereits in den 1920-er Jahren standen die ersten Hunde in den USA auf Surfbrettern. Besonders talentierte Hunde gibt es jährlich bei den World Dog Surfing Championships in Kalifornien zu sehen.
Auch auf Skateboards begegnen uns immer wieder Hunde im Internet oder Fernsehen: Ähnlich wie auch bei den Surfbrettern können Hunde die Fahrt jederzeit stoppen, wenn sie ihnen zu wild wird – das macht Surfen und Skateboarden zu gut geeigneten Sportarten für mutige Hunde, bei denen wir unser Tier keiner großen Gefahr aussetzen. Sobald aber das Interesse des Hundes geweckt ist, sind die Tiere mit vollem Enthusiasmus dabei und stellen beachtenswerte Rekorde wie beispielsweise die schnellsten 100 Meter auf einem Skateboard auf (Video auf YouTube ansehen). Wer auch mit seinem Hund das Skateboarden ausprobieren möchte, findet inzwischen zahlreiche Hersteller spezieller Hunde-Skatebords im Internet.

Wenn Tier und Mensch es ruhiger angehen lassen möchten, ist die Fahrt auf dem Kajak oder Kanu empfehlenswert. Die Voraussetzungen sind denkbar einfach: Wir benötigen keine hohen Wellen, keinen Skatepark, lediglich das Boot und einen Hund, der nicht wasserscheu ist. In unserem Artikel zu Hunden auf dem Wasser haben wir bereits einige Tricks zur Eingewöhnung des Tieres an das Boot und Tipps zum Aufenthalt auf und am Wasser. Idealerweise nutzen wir ein offenes Boot, in der gewonnenen Beinfreiheit kann es sich der Hund bequem machen – und falls wir doch einmal kentern, ist die Gefahr deutlich geringer, dass unser Vierbeiner unter dem Kajak eingeschlossen wird.
Auch wenn es keine "Extrem-"Sportart ist, finden wir diese Geschichte von einem Kajakfahrer und seinem auf Sardinien zugelaufenen Straßenhund herzerwärmend und teilenswert (Video auf YouTube ansehen).
Die passende Sportart für unseren Hund finden
Nicht jeder Hund ist für eine Extremsportart gemacht. Zu Beginn empfehlen wir zunächst einmal Hunde-bezogene Sportarten wie Agility-Parcours, Ballspiele oder auch das Apportieren von ausgefalleneren Gegenständen wie Frisbees. Wenn Hunde abenteuerlustig und neugierig sind, spricht aber nichts gegen die harmloseren Sportarten an Land und auf dem Wasser. Aus den Lüften halten wir unseren Hund lieber fern und brechen generell das Training und die gemeinsame Ausführung ab, sobald uns der Hund zu verstehen gibt, dass er sich unwohl fühlt.
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