​Transport

Mit dem Hund in den Lüften: Transport im
Flugzeug

Mit dem Flugzeug gelangen wir schnell an unser Reiseziel, auch wenn es am anderen Ende der Welt sein sollte. Doch wie nehmen wir unseren Hund am besten im Flugzeug mit?

An sonnenverwöhnten Strände in der Karibik entspannen, exotische Kultur entdecken in Südostasien, Weihnachten in der Sonne verbringen in Australien – all das hat eines gemeinsam: es ist ziemlich weit entfernt. Und große Strecken lassen sich am besten schnell mit dem Flugzeug überbrücken; einchecken, abheben, einige Stunden fliegen und schon sind wir am Urlaubsziel angelangt. Doch was für uns so einfach und gewohnt ist, ist für unseren Hund mit die schwierigste Transportmethode, die es gibt.

Infos und Tipps

Kurze Strecken vermeiden: Kürzere Strecken innerhalb Deutschlands legen wir lieber mit dem Auto oder Zug zurück.

Mittellange Strecken: Flüge bis vier, fünf Stunden sind für den Hund zwar nicht angenehm, aber noch vertretbar. Darüber wird es grenzwertig.

Training: Leider ist das Training an einen Flug nicht ganz einfach, da der Flug selbst nicht simuliert werden kann und kurze "Übungsflüge" weder für Umwelt noch für den Geldbeutel sinnvoll sind. Wir können unserem Hund aber die Transportbox so bequem wie möglich gestalten und mit unserem Tierarzt über Beruhigungsmittel sprechen.

Auf die Größe kommt es an

Haben wir einen kleinen Hund, ist der Flug relativ vertretbar. Zwar erwarten unser Tier viele unbekannte Eindrücke, aber immerhin darf es mit in die Kabine: Die meisten Fluggesellschaften erlauben Hunde zwischen fünf und acht Kilogramm in der Passagierkabine, sofern sie in einem geeigneten, nicht zu großen Transportbehältnis untergebracht werden. Mal sind die Maße größer, mal kleiner, mal wird das Gewicht des Hundes auf das Gesamtgewicht des Handgepäcks angerechnet, mal kostet es eine kleine Gebühr – insgesamt ist die Reise aber nicht arg anders als im Zug, nur eben in der Luft. Welche genauen Regelungen für unseren Hund gelten, sollten wir rechtzeitig bei den Fluggesellschaften erfragen. Der Transport von kleinen Hunden ist aber meist einfacher und kostengünstiger, als bei großen Hunden.

Weitaus weniger hundefreundlich wird der Flug nämlich, wenn unser Hund eben nicht in das Handgepäck passt, denn bei einem Gewicht von über acht Kilogramm muss der Hund fast ausnahmslos in den Frachtraum. Die Transportbox sollten wir dabei groß genug wählen, dass der Hund stehen, ausgestreckt liegen und sich drehen kann. Gleichzeitig sollte die Box von allen vier Seiten umschlossen sein und der Hund leicht herausgenommen werden können –  allerdings sollte die Box auch nicht zu groß sein, bei Turbulenzen oder beim Verladen kann der Hund sonst in der Box herumgeschleudert werden und sich verletzen.

Gewöhnung an Transportboxen

Transportboxen gibt es beispielsweise im Zoofachhandel in verschiedenen Größen, allerdings sind diese nicht ganz günstig und können mit mehreren hundert Euro zu Buche schlagen. Diese Kosten sollten wir unbedingt in die Urlaubsplanung mit einrechnen, denn auch wenn die Transportbox eine "Einmalanschaffung" ist, so sollten wir sie unserem Hund zuliebe nicht zu oft nutzen. Dazu kommen die Kosten für den Hund im Flugzeug, die bisweilen recht hoch ausfallen können.

Ein großes Problem am Flug im Frachtraum ist auch, dass er nicht simuliert werden kann. Um den Stress für den Hund aber auf ein Minimum zu senken, sollten wir rechtzeitig mit dem Training beginnen, spätestens zwei bis drei Monate vor dem Flug. Mit Leckerlis und dem Lieblingsspielzeug oder der Kuscheldecke locken wir den Hund zunächst in die Transportbox und bleiben dabei im selben Raum. In den weiteren Trainingsschritten schließen wir die Box, verlassen auch mal den Raum oder lassen unseren Hund über Nacht in der Box. Für den Flug statten wir die Transportbox mit möglichst vielen Annehmlichkeiten aus: Den Boden legen wir mit Pappe aus, falls unser Hund Wasser lassen muss. Frisches Wasser und ein Futternapf mit dem Lieblingsfutter und die  Kuscheldecke oder das Lieblingsspielzeug, mit dem wir unseren Hund schon trainiert haben, gehören in die Box. Ein getragenes T-Shirt verströmt den Duft von Frauchen oder Herrchen und wirkt zusätzlich beruhigend.

Auch mit einer geeigneten Reiseplanung können wir unserem Hund Stress ersparen: Vor dem Flug sind wir möglichst lange an der frischen Luft und lassen unseren Hund müde werden. Beim Flug nehmen wir Direktverbindungen ohne Umsteigezeiten und ohne die Gefahr, dass unser Hund in seiner Box beim Umladen eventuell durch die Gegend geworfen wird oder gar im falschen Flugzeug landet. Für den äußerst seltenen Fall, dass unser Hund von uns getrennt wird, beschriften wir die Transportbox außen mit unserer Adresse, dem Namen des Hundes und Fütterungsanweisungen.

Nach Rücksprache mit unserem Tierarzt können wir auch Beruhigungsmittel geben, damit unser Hund im Flugzeug trotz des Lärms und der vielen Eindrücke schlafen kann. Beruhigungs- und Schlafmittel wirken in der Höhe stärker, hier sollten wir also unbedingt zum Tierarzt und nicht auf Gutdünken ein Mittel verabreichen. Nach Rücksprache mit unserem Tierarzt können wir auch Beruhigungsmittel geben, damit unser Hund im Flugzeug trotz des Lärms und der vielen Eindrücke schlafen kann. Beruhigungs- und Schlafmittel wirken in der Höhe stärker, hier sollten wir also unbedingt zum Tierarzt und nicht auf Gutdünken ein Mittel verabreichen.

Nur in das Flugzeug steigen, wenn es notwendig ist

Wir fliegen nur mit unserem Hund, wenn es unbedingt nötig ist. Bei sehr langen Flugreisen, wie beispielsweise einem vierzehnstündigen Flug nach Südamerika oder fast einem gesamten Tag nach Australien, raten wir davon absolut ab. Hier sollte der Hund nur im Extremfall mit und auch nur dann, wenn es eine lange Reise ist. Für einen zweiwöchigen "Kurzurlaub" sollten wir unserem Hund den Stress nicht antun und ihn stattdessen bei Verwandten, Freunden oder in einem Hundehotel unterbringen.

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