Hundegesundheit
Mit dem Hund im Schnee unterwegs

Kinder vergnügen sich am Schlittenhang, die Skipisten sind gut besucht und auch unser Hund möchte in den Schnee. Meistens jedenfalls: Wenn unser Vierbeiner eine Frostbeule ist und keinen Schnee mag, dann sollen wir ihn natürlich nicht zur ausgedehnten Schneewanderung zwingen. Aber auch für schneeliebende Hunde gibt es einige Dinge zu beachten.
So gerne unser Vierbeiner auch im Puderschnee tollt, allzu lange sollte unser Spaziergang nicht dauern. Selbstverständlich gibt es Hunderassen, die eher an die Kälte und an harsche Bedingungen gewohnt sind, aber auch bei kälteerprobten Hunden sollten die Spaziergänge und Schneewanderungen eher in Stunden, als in Tagen gerechnet werden. Bis zu zwei, drei Stunden sind je nach Hund, Gelände und Wetter drin, wobei wir uns langsam an das Limit herantasten sollten. Und sind wir doch ehrlich: Irgendwann friert es auch uns!

Infos und Tipps
Pfoten pflegen: Sowohl vor als auch nach dem Spaziergang die Hundepfoten gut mit Vaseline oder Pfotenbalsam einfetten. Streusalz behutsam mit lauwarmem Wasser abwaschen.
Futtermenge anpassen: Den sogenannten "Winterspeck" gibt es nicht nur beim Menschen. Auch unser Hund hat bei kalten Temperaturen einen höheren Energiebedarf, insbesondere bei ausgedehnten Spaziergängen im Schnee.
Gut trocknen: Sobald wir wieder ins Warme kommen, muss das Hundefell gut getrocknet werden, damit sich der Hund nicht erkältet.
Immer in Bewegung bleiben
Schlimmer als lange Touren ist jedoch mangelnde Bewegung, schnell fängt der Hund an zu frieren und kann sich unterkühlen – also immer schön in Bewegung bleiben. Dabei meiden wir gestreute Wege, denn egal ob diese mit Splitt oder Salz gestreut sind, beanspruchen sie die Hundepfoten unnötig. Vor dem Spaziergang cremen wir die Pfoten mit Vaseline, Melkfett oder Pfotenbalsam als Schutz ein und versuchen, auf ungeräumten Wald- und Wiesenwegen zu bleiben. Auch kann es helfen, das Fell zwischen den Zehen zu kürzen, sodass sich hier weniger Schnee verfängt.
Und falls es doch einmal ein gestreuter Weg sein muss, achten wir darauf, dass unser Hund sich nicht die Pfoten abschleckt und waschen die Pfoten nach der Tour mit lauwarmem Wasser gründlich ab und cremen sie noch einmal mit dem Pfotenbalsam ein.

Nach der Tour immer gut abtrocknen
Um einer Unterkühlung weiter vorzubeugen, gibt es im Gegensatz zu den Sommermonaten kein Bad im nun eisig kalten See und wir vermeiden den tiefsten Schnee. Das Herumtollen im Tiefschnee ist zwar nicht kategorisch verboten, sollte aber nicht am Anfang einer mehrstündigen Schneewanderung stehen. Schneeklumpen streichen wir zudem direkt aus dem Fell heraus, bevor sie größer werden und unseren Hund zu sehr auskühlen. Winterbekleidung benötigen hauptsächlich sehr junge, alte oder kranke Hunde – oder unter Umständen auch Hunde mit besonders niedriger Schulterhöhe, bei denen der Körper dauerhaft näher oder sogar im Schnee ist.
Der Schnee ist übrigens zur äußeren Anwendung gedacht. Wenn unser Hund zu viel Schnee frisst, können Magenschmerzen mit Durchfall und Erbrechen auftreten. Die sogenannte Schneegastritis ist insbesondere dann wahrscheinlich, wenn der Schnee von mit Salz gestreuten Wegen kommt. Und nach unserem Spaziergang muss der Schnee natürlich wieder ab! Den Vierbeiner trocknen wir also gründlich ab, bevor er es sich an einem warmen Fleck gemütlich machen darf.
Mit ein paar Verhaltensregeln im Hinterkopf steht auch ausgedehnten Spaziergängen im Schnee in der Regel nichts entgegen. Dennoch wissen wir selbst am besten, was unser Hund mag und was nicht – manche Hunde wollen gar nicht mehr zurück ins warme Heim, während andere nur unter Protest in die verschneite Welt möchten. Wenn wir uns bei unseren winterlichen Touren nach unserem Vierbeiner richten und einige Vorkehrungen treffen, wird der Spaziergang durch die verschneite Natur für alle zum schönen Erlebnis.
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