​Transport

Mit dem Hund im Zug unterwegs

​Mit dem Zug zu verreisen ist zeitgemäß, entspannt und meistens auch kostengünstig. Unseren Hund können wir dabei meist problemlos mitnehmen, wenn wir ein paar Punkte beachten.

​Mit dem stetigen Ausbau des Schienennetzes ist der Zug ein beliebtes Transportmittel, wenn es um Tagesausflüge und Urlaubsreisen geht. Wir stecken nicht im Stau fest, kommen entspannt am Reiseziel an und schonen dabei auch noch die Umwelt. Damit auch unser Hund entspannt am Ziel ankommt, sollten wir die Beförderungsbedingungen kennen und ihn zunächst mit kurzen Fahrten an das Bahnfahren trainieren.

​Grundsätzlich gehört das Bahnfahren aber zu den einfacheren Beförderungsmethoden für unseren Hund: Es gibt keinen Seegang und keine Gefahr durch Herausfallen oder über Bord gehen, wir sind die ganze Fahrt über zusammen und nicht in Passagiere und Fracht getrennt und falls es zu viel wird, können wir theoretisch auch jederzeit aussteigen. Besonders angenehm wird die Reise für unseren Hund, wenn wir ein eigenes Abteil haben, beispielsweise im Nachtzug oder eines de bekannten Sechserabteile, wenn wir in einer Gruppe reisen.

Die Zugfahrt für den Hund optimieren

Aber auch im Großraumwagen können wir die Reise mit einigen Kniffen aufwerten: Bei einem ausgiebigen Spaziergang vor der Abreise tobt sich unsere tierische Begleitung noch einmal so richtig aus und macht sich müde für die Fahrt. Auch sollten wir den Hund vor der Abreise nicht mehr zu sehr wässern, sonst drückt die Base schon zu Beginn der Fahrt. Eine Decke sorgt im Zug für eine weiche (Schlaf-)Unterlage und wenn wir es schaffen, die Hauptstoßzeiten zu meiden, steht einer entspannten Fahrt für Mensch und Tier nichts mehr im Weg.

Nun lohnt sich ein Blick in die Beförderungsbedingungen unserer Bahngesellschaft. Diese sind zum Glück im deutschsprachigen Raum recht ähnlich.

Infos und Tipps

Umstiegszeiten nutzen: Ideal sind für unseren Hund Verbindungen, die alle paar Stunden einen Umstieg beinhalten. So kann das Tier immer mal wieder an die frische Luft.

Verbindungen wählen: Zu lange sollten die Umstiegszeiten aber nicht sein – von mehreren Stunden Aufenthalt über Nacht hat unser Hund genau so wenig wie wir.

Stoßzeiten meiden: Unser Hund fühlt sich selbstverständlich wohler, wenn er ungestört, ohne Schul- und Berufspendler und lärmende Touristen unter oder auf dem Sitz liegen kann. Hauptverkehrszeiten sollten wir also nach Möglichkeit meiden und uns nach alternativen Verbindungen umsehen.

Mehrkosten oft nur mit mittelgroßen und großen Hunden

Hunde bis 30 cm Schulterhöhe oder sechs Kilogramm Gewicht können in der Regel kostenfrei transportiert werden, sofern sie in einer geeigneten Transportbox oder Tasche untergebracht sind. Diese Box muss unter dem Sitz transportiert werden. In der Schweiz darf diese Box auf einen Sitz gestellt werden, sofern dafür ein reduziertes Ticket zweiter Klasse gelöst wurde. Die Anzahl der Transportboxen ist bei Trenitalia auf eine pro  Person festgelegt, andere Bahngesellschaften geben hier keine Anzahl an. Bei mehreren Behältnissen lohnt es sich aber, davor bei der Bahnlinie nachzufragen.

Hunde über 30 cm Schulterhöhe müssen in jeder der Bahngesellschaften mit Maulkorb und an der Leine transportiert werden. Für sie muss ein ermäßigtes Ticket gelöst werden (Deutschland, Italien, Schweiz: 50 % des Fahrpreises, Österreich: 90 % des Fahrpreises) und sie sind insbesondere in Italien nicht in allen Zugteilen erlaubt – ausgeschlossen vom Bordrestaurant sind sie jedoch in allen Bahngesellschaften. Achtung: In Italien müssen wir zudem den Heimtierausweis mitführen, damit unser Hund im Zug reisen darf.

Entspannt reisen im Zug

Sofern wir bei der Buchung des Bahntickets auf die Fahrtzeiten achten und unserem Hund keine Nonstop-Verbindung quer durch Deutschland zumuten, ist das Reisen per Bahn unproblematisch. Je nach Strecke und Gepäck lohnt sich auch eine Verbindung mit Umsteigezeit, diese können meistens individuell angepasst werden. So kann sich der Hund zwischendurch die Beine vertreten. Mit Napf, Decke und gegebenenfalls Hundewindeln im Gepäck und einer ausgiebige Spieleinheit vor der Fahrt ist eine Bahnfahrt in tierischer Begleitung ein guter Start in den Urlaub.

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