​Reiseziele und Touren

Den Goethewanderweg mit Hund gehen

Regelmäßig machte sich der berühmte Dichter von 1775 bis 1783 auf den Weg von Weimar zum Schloss Kochberg, um seine Geliebte zu sehen. Den schönen Wanderweg sollte jeder einmal beschritten haben.

Auf den Spuren des Dichters

In den Fußstapfen des Dichters wandern wir von Weimar bis ans Schloss Kochberg – wenn auch nicht ganz so schnell, wie Goethe, der den Weg am 12. Juli 1777 in nur vier Stunden gegangen sein will. Für den Weg sollten wir also ausreichend Wasser und Proviant einplanen; Wir kommen auf der Strecke aber auch an einigen Ortschaften und Läden vorbei, in denen wir unsere Wasservorräte wieder auffüllen können.

Infos und Tipps

Art: Einfacher Weg

Startpunkt: Am Poseckschen Garten, Amalienstraße, 99423 Weimar

​Dauer: 8 Stunden

Strecke: 28 km, zwei Etappen möglich

Höhenmeter: 1300 Höhenmeter

Ideale Jahreszeit: März bis Oktober

Schwierigkeit: Schwer

Für Hunde: Trainierte und lauffreudige Hunde

Kontakt: stadtinfo@ilmenau.de

Der gut ausgeschilderte Wanderweg (grüner Buchstabe G auf weißem Grund) beginnt zwischen dem Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus und dem alten Friedhof: Beide Grünstreifen sind geschichtsträchtig, eng mit dem Dichter verbunden und für sich alleine bereits einen Besuch wert. Generell führt die Wanderung immer wieder an Sehenswürdigkeiten und Museen vorbei, weshalb wir entweder genügend Zeit einplanen oder eine zweitägige Tour daraus machen sollten. Die Wanderung führt uns durch viele Grünanlagen nach Süden aus Weimar heraus, links erblicken wir das Schloss Belvedere in einiger Entfernung und erreichen bald den Ort Vollersroda. Weiter führt uns der Weg zunächst über Felder, später am Waldrand und durch den Wald zum Waldgasthaus Balsamine, das zu einer Einkehr bei toller Aussicht über das Ilmtal einlädt.

Die Zeit sollten wir allerdings nicht aus den Augen verlieren, schließlich haben wir erst ein Fünftel der Strecke zurückgelegt. Von der Balsamine gehen wir oberhalb der Ilm vorbei an der Felsenburg bis nach Buchfart, wo wir die Ilm über die sehenswerte Holzbrücke kreuzen und schon kurz nach Ortsausgang wieder in den Wald einbiegen. Über die bewaldete Anhöhe "Tafelbuche" erreichen wir nach etwa vier Kilometern den kleinen Ort Saalborn, der am Waldrand vor uns erscheint. Auf der anderen Seite des Dörfchens geht es zunächst über Wiesen und Felder, wir überqueren den Klingelbach und müssen etwa 300 Meter entlang der B 85 gehen, bevor wir wieder rechts in den Waldweg einbiegen. Den kleinen Rastplatz am Dammbachsgrund nutzen wir für eine kurze Pause an dem malerischen Bachlauf, bevor wir nach einiger Waldstrecke den größeren Rastplatz "Bei den Rasenbänken" erreichen. Wenige Meter später folgt die Hubertushütte, die hervorragend für ein Picknick geeignet ist. Vorbei an einer Bungalowsiedlung und einer Kiesgrube folgen wir dem Wanderweg zur Schwarza und dem gleichnamigen Ort. Am der Weise beim Bachlauf machen wir eine Pause und geben unserem Hund die Möglichkeit, sich im kühlen Wasser zu erfrischen, bevor wir unsere letzte große Etappe antreten.

Schwarza verlassen wir gen Südost über Felder und Wiesen, passieren den Schafholzberg und erreichen Hochdorf und wenig später das schöne Neckeroda, das auf drei Seiten von mit Laubbäumen bepflanzten Erdwällen umgeben wird. Kurz vor dem Ziel unserer Wanderung in Großkochberg werden wir noch einmal an den Namensvetter des Wanderwegs erinnert: Vor uns erhebt sich auf dem 515 m hohen Hummelsberg der Luisenturm, erbaut zu Ehren von Luise von Perry, der Enkelin von Goethes geliebter Charlotte von Stein. An klaren Tagen haben wir von dem 18 Meter hohen Turm eine tolle Aussicht über die Baumwipfel hinweg und überblicken das Ilmtal und die umgebende Landschaft.

Nun sind es nur noch wenige hundert Meter bis zum Nordeingang des Parks, der das Schloss Kochberg umgibt. Durch die Parkanlagen erreichen wir das im 17. Jahrhundert von der Familie von Stein erbaute Schloss, im schlosseigenen Museum erwarten uns Ausstellungsstücke aus der Goethezeit und geschichtliche Hintergründe zum Schloss selbst. Da die letzte Busverbindung bereits um kurz vor 19:30 Uhr fährt und über zwei Stunden und mehrere Umstiege bis zurück nach Weimar benötigt, ist es ratsam, ein Auto zuvor in Großkochberg abzustellen. So haben Mensch und Tier genügend Zeit für die Wanderung und den anschließenden Besuch im Museum.

​Eine lange, Kondition fordernde, aber sehr lohnenswerte und abwechslungsreiche Wanderung, durch Wälder, Wiesen und an erfrischend kühlen Bachläufen vorbei – stets auf den Spuren Goethes. Immer wieder kommen wir an malerisch gelegenen Rastplätzen vorbei, was die 28 Kilometer lange Strecke kurzweilig macht und zum Ende belohnen wir uns mit dem lehrreichen Museum im Schloss Kochberg.

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