Transport
Mit dem Hund im Auto unterwegs

Beim ersten Urlaub mit unserem Vierbeiner die Anreise per Auto zu planen, klingt sinnvoll: Schließlich fahren wir selbst fast täglich mit dem Auto, können auf der Strecke beliebig Pausen einlegen und der Hund kann sich in aller Ruhe an das Reisemittel gewöhnen – ganz im Gegensatz zur Reise mit Schiff oder Flugzeug. Allerdings sollten wir beim Transport unseres Hundes im Auto auf einige Dinge Acht geben.
Zunächst einmal gilt ein Hund rechtlich als Ladung, die hinter den Vordersitzen, auf den Rücksitzen oder im Kofferraum "transportiert" werden darf, dabei allerdings "ausreichend gesichert" sein muss. Für die kurze Fahrt zur Gassirunde im heimischen Waldstück, zum Tierarzt oder zum Einkaufen haben wir unseren Hund bisher vielleicht einfach auf die Rückbank verfrachtet, spätestens für den Urlaub sollten wir das aber auf keinen Fall mehr tun. Denn auch abgesehen vom Urlaub ist eine Anschnallmöglichkeit für unseren Vierbeiner oder besser noch eine Transportbox eine sinnvolle Investition, die unseren Liebling bei der Fahrt schützt und uns im Zweifelsfall vor Bußgeldern, Punkten in Flensburg und sogar Versicherungsforderungen bewahren kann.

Infos und Tipps
Auch bei kurzen Strecken sichern: Auf kurzen Strecken zum Einkaufen, zum Tierarzt, zur Gassirunde oder zum Hundeplatz ist es verlockend, unseren Hund einfach auf die Rückbank zu setzen. Er sollte aber immer gesichert sein!
Pausen einlegen: Das Auto bietet den großen Vorteil, dass wir auf der Fahrt nach Belieben Pausen einlegen können. Alle zwei Stunden oder nach Bedarf sollten wir unserem Hund Abechslung mit Auslauf und Spielen gönnen.
Sicherheit und Qualität kosten: Hundegurte sind die günstigste Variante, den Hund im Auto zu sichern, allerdings je nach Qualität auch die unsicherste. Gute Hundeboxen, die Schutz für den Hund und die Fahrzeuginsassen bieten, kosten ab ca. 200 € aufwärts, Sonderanfertigungen können teurer sein.
Für unsere tierische Begleitung sollte es uns das wert sein, schließlich wollen alle unbeschadet zum Fahrtziel gelangen.
Die Qual der Wahl: Wie sichern wir unseren Hund?
Zur Sicherung unserer tierischen Ladung bleiben uns mehrere Optionen:
Der Hundegurt bietet unserem Hund am meisten Freiraum, das Brustgeschirr wird über einen Sicherungsgurt wie ein ganz normaler Sicherheitsgurt in Gurtschnalle der Rückbank eingesteckt und hält unseren Vierbeiner so auf der Rückbank. Um die Polster der Rückbank sauber zu halten, empfehlen wir eine Decke oder Matte zur Unterlage. Der Hundegurt lässt dem Tier die Möglichkeit, sich im Radius des Sicherungsgurtes frei zu bewegen, aus dem Fenster zu schauen oder sich hinzulegen, allerdings kann der Hund auch herumtollen, für Ablenkung beim Fahrer sorgen oder bei Bremsungen vom Sitz rutschen.
Transportboxen für mehr Sicherheit
Sicherer als ein Hundegurt ist eine Transportbox, diese können wir besser im Auto befestigen und während sie unserem Hund zwar weniger Bewegungsmöglichkeiten bietet, hält sie ihn im Gegenzug auch besser an Ort und Stelle. Für kleine Hunde kann die Transportbox direkt im Fußraum hinter den Frontsitzen platziert werden, bei größeren Tieren bieten sich die Rücksitze und der Kofferraum an. Achtung: Bei Limousinen ist der Kofferraum nicht gut genug belüftet, hier gehört der Hund auf die Rückbank. Bei Vans und Kombis hingegen ist die Belüftung im Kofferraum ausreichend, sodass wir die Transportbox im Kofferraum platzieren können. Im Kofferraum sollte die Box möglichst nah an den Lehnen der Rückbank platziert und dort befestigt werden.
Eine Transportbox sollte so groß sein, dass der Hund mit geradem Rücken stehen und ausgestreckt liegen kann, aber nicht zu viel Bewegungsfreiheit hat – ansonsten wird das Tier beim Unfall in seiner Transportbox zum Geschoss, prallt auf das Gitter auf und verletzt sich dabei.
Hundeboxen gibt es von den verschiedensten Herstellern, gute Modelle beginnen je nach Größe bei etwa 200 €. Wir sollten auf eine stabile Bauweise, abgerundete Kanten und die passende Größe achten – für unseren Hund und unser Auto. Bei vielen Kombis läuft die Dachlinie abfallend auf das Heck zu, sodass unter Umständen weniger Platz bleibt, als zunächst angenommen. Statt großer Marken können auch lokale Hersteller empfehlenswert sein, diese fertigen Hundeboxen exakt nach unseren Wünschen und Vorgaben, passend zu unserem Hund und unserem Automodell.

Alternative Lösungen sind immer Kompromisse
Einen Zwischenweg zwischen robuster, aber Käfig-artiger Metall-Hundebox und Hundegurt können Hundebetten und Hundeboxen aus Stoff sein. Da diese aber meistens – insbesondere beim Hundebett – keinen ausreichenden Schutz für unseren Hund bieten und im Falle der Stoff-Box bei mangelndem Schutz dennoch räumlich einengend sind, gehen wir auf diese beiden Varianten nicht weiter ein.
Letzten Endes entscheiden wir gemeinsam: Unser Hund muss sich auf der Fahrt wohlfühlen, wir sind für eine ausreichende Sicherung verantwortlich und müssen unseren Vierbeiner unbeschadet transportieren. Gegebenenfalls bietet sich eine gemischte Lösung an, kurze Strecken per Hundegurt, längere Strecken mit Transportbox – die Vorlieben sind von Tier zu Tier verschieden.
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